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erstellt am: 21.01.2014 |von: Markus Unkhoff |Kategorie(n): Suchmaschinenoptimierung


Matt Cutts zum Thema Linkaufbau

Mal wieder äußert sich der Leiter des Google Anti-Spam Teams Matt Cutts zum Thema Linkaufbau, insbesondere mit dem Gast-Blogging. Also dem Linkaufbau in Form von Gast-Artikel in anderen Blogs.

Wir haben uns die Frage gestellt, ist es eigentlich fair, wenn Google in Form von Matt Cutts eine Methode des Linkbuilding öffentlich als richtlinienkonform darstellt und knapp ein Jahr später diese als Spam einstuft?

Aber zuerst einmal die Historik:

Oktober 2012

Bereits im Oktober 2012 haben wir über die Thematik des Guest-Bloggings geschrieben (https://www.seoko.de/matt-cutts-uber-gastartikel-als-linkaufbau/). Matt Cutts äußerte sich damals in einem YouTube Video im Google Webmaster Channel wie folgt:

Sometimes it get taken to extremes. You’ll see people writing…offering the same blog post multiple times or spinning the blog posts, offering them to multiple outlets. It almost becomes like low-quality article banks.

Kernaussage war damals, dass Google keine große Einwende hat, wenn es um das Thema Linkaufbau durch Gastartikel geht. Allerdings sollten die Artikel, sowie die Seiten auf denen der Gastartikel erscheint, seriös und hochwertig sein. Gespinnte (ein Text in unterschiedlichen Variationen) und low Quality sollte man natürlich vermeiden.

Oktober 2013

Das nächste Video erschien am 18. Oktober 2013, als Matt Cutts abermals auf YouTube zum Thema Linkaufbau durch Gastbeiträge äußert:

Die Quintessenz dieses Videos ist, dass der Spam-Fighter von der Taktik Guest-Blogging abrät. Weiterhin ist er der Ansicht, Google sei in der Lage, herauszufiltern, ob es sich bei einem Gastartikel um Linkkauf handelt:

  1. Wenn das Thema des Artikels ein anderes ist, als das des Blogs
  2. Wenn auffallend viel ein Keyword verwendet wird
  3. Gibt der Artikel dem User einen Mehrwert?

Dezember 2013

Am 10. Dezember 2013 dann bereits die ersten Bedenken, da sich das Gast-Blogging in eine spammige Richtung bewegt. Hintergrund des Videos war eine Frage eines Webmasters aus Indien, aber auch die Erkenntnis, dass der Linkaufbau durch Gastbeiträge immer mehr in Richtung Spam driftet.

Zusammengefasst geht Matt Cuts auf vier Dinge ein, die es gilt, zu vermeiden.

  1. Mache das guest blogging nicht zum Kern der Linkaufbau Strategie
  2. Sende keine Massenanfragen an zufällige Webseiten
  3. Nutze keine gleichen Beiträge auf unterschiedlichen Webseiten
  4. Nehme nicht ein Artikel und spinne diesen viele Male

Aktuelle Situation

In einem Post mit dem Title „The decay and fall of guest blogging for SEO“, übersetzt „Der Verfall und Niedergang des Gastbloggings für die SEO“ auf http://www.mattcutts.com/blog/guest-blogging/ rudert Matt noch weiter zurück:

Sollte man seine Linkbuilding Strategie im Jahr 2014 auf das Gast-blogging ausgelegt haben, sollte man diese stoppen. Im Laufe der Zeit habe sich, nach eigener Aussage von Matt, das Schreiben von Gast-Artikel mehr und mehr in eine Spam-Taktik gewandelt. Was letztes Jahr noch eine adäquate Linkbuilding Maßnahme war, soll 2014 als Spam abgetan werden. Grund dafür sei eine Anfrage zu einem Gastartikel, die Matt bekommen haben soll:

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Diese Taktik verstoße schlicht und einfach gegen die Google Qualitätsrichtlinien. Matt bedauert zwar, dass diese Taktik der Webseiten-Promotion nach und nach immer spammiger wurde, sagt aber ganz klar, dass er jedem davon abrät. Natürlich gäbe es viele gute Gründe für das Gast-Bloggen, jedoch aus SEO-Sicht macht es als Linkaufbau-Strategie in den Augen von Matt Cutt keinen Sinn mehr. Es sei denn, man verwende das NoFollow Attribut. Auch seien Multi-Autoren-Blogs völlig in Ordnung.

Fazit:

Matt Cutts hat schon seit langem darauf hingewiesen, dass sich das Guest-Blogging in eine schlechte (spammige) Richtung entwickelt. Immer wieder hat Matt sich als Moral-Apostel geoutet und die Entwicklung angemahnt. Das Ende vom Lied ist, dass nun auch diese Methode des Linkaufbaus als Spam eingestuft wird.

Es war in unseren Augen schon ein bisschen blauäugig von Matt, eine Methode des Linkbuildings, was ja eines der Hauptprobleme des Suchmaschinen-Spams darstellt, als legal und richtlinienkonform hinzustellen und sich dann wundern, wenn es maßlos übertrieben wird. Natürlich wurde immer die Leier der Qualität und Verhältnismäßigkeit gepredigt, aber was hat sich Matt gedacht oder gewünscht? Dass sich alle Webmaster, SEO-Agenturen, Online Marketeer und Black Hats (was ja definitiv auch eine Nische ist) daran halten? Prinzipiell liegt Qualität auch im Auge des Betrachters. Wenn Google schon einmal eine Taktik des ja immer noch sehr wichtigen Elements des Linkaufbaus als „bedenkenlos“ betitelt, darf man sich nicht wundern, wenn mit großer Freude auf diesen Zug aufgesprungen wird. Aber man sollte diese Aussage auch relativieren: Wenn der gesamte Linkmix im Backlink-Profil stimmig ist und man auf Themenrelevanz und Qualität acht gibt, keine Money-Keys verwendet, sollte ein Follow-Link zur Homepage kein Grund zur Abstrafung sein. Wie schon seit Jahren, der richtige Mix macht es 😉

Bleibt eigentlich nur Eines zu klären, wer zum Teufel hatte die E… und hat Matt eine Link-Anfrage geschickt?

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