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erstellt am: 23.09.2013 | von: Markus Unkhoff | Kategorie(n): Suchmaschinenoptimierung


Manuelle Abstrafung: Reanimieren oder neu machen?

Mal wieder aus aktuellem Anlass. Wie verhält man sich als SEO bei einem abgestraften Neukunden?

Ab und zu kommt es schon einmal vor, dass ein potenzieller Neukunde mit einem abgestraften Projekt zu uns kommt. Die Frage, die sich dann stellt ist, versucht man die abgestrafte Webseite aus den Fängen des Google-Filters zu befreien oder beginnt man lieber neu?

Wie kommt es zu einer Abstrafung?

Zunächst muss man erstmal ganz klar unterscheiden und zwar zwischen manueller Abstrafung, Panda-Update und Penguin-Update. Dies sind nämlich unterschiedliche Arten von Algorithmus Updates, bzw. Eingriffen der Suchmaschine Google. Das Panda Update zielte und zielt auf Webseiten ab, die im Vergleich zu anderen Seiten minderwertigeren Content vorweisen. Dem gegenüber steht das Panda Update. Dies straft Internetseiten ab, wo es zu einer Überoptimierung gekommen ist. Sehr oft ging es dabei um das Linkprofil, insbesondere die Linktexte, einer Webseite. Wurde unnatürlich oft ein und dasselbe Keyword als Anchor-Text verwendet, wurde man schnell Opfer des Updates namens Panda. Weiterhin wurden auch Nachrichten in den Google Webmaster Tools über einen unnatürlichen Linkaufbau verschickt:

Sehr geehrter Inhaber oder Webmaster von XXX,

Wir haben festgestellt, dass auf einigen Seiten Ihrer Website eventuell Techniken verwendet werden, die gegen die Webmaster-Richtlinien von Google verstoßen.

Suchen Sie insbesondere nach möglicherweise künstlichen oder unnatürlichen Links, die auf Ihre Website verweisen und zur Manipulation von PageRank dienen könnten. Zur unnatürlichen Verlinkung können beispielsweise gekaufte Links, die PageRank weitergeben, oder die Teilnahme an Textlink-Börsen gehören.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Website entsprechend unseren Qualitätsrichtlinien zu bearbeiten. Nachdem Sie die Änderungen vorgenommen haben, stellen Sie einen Antrag auf erneute Überprüfung Ihrer Website.

Sollten Sie unnatürliche Links zu Ihrer Website finden, die Sie nicht steuern oder entfernen können, fügen Sie in Ihrem Antrag auf erneute Überprüfung entsprechende Angaben hinzu.

Falls Sie weitere Fragen zur Lösung dieses Problems haben, besuchen Sie das Webmaster-Hilfeforum.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Google Search Quality Team

So sieht eine Nachricht über einen unnatürlichen Linkaufbau in der Regel auf. Mittlerweile gibt es noch in den GWT die Funktion „Manuelle Maßnahmen“, wo Google erklärt (oder meint zu erklären), was genau falsch läuft. Hier sollen detaillierte Angaben zur Fehlerquelle gegeben werden. Naja, schaut selber:

unnatürlicher Linkaufbau

Das die richtige Mischung der Backlinks einer Domain als enormen Rankingfaktor gilt, ist seit eh und je bekannt. So wurden massiv Links aufgebaut, ohne an die Nachhaltigkeit zu denken. Jeder Link war eine Empfehlung und wurde so auch angesehen. Egal ob als Blog-Spam oder aus einem selbst kreiertem Link-Wheel aus Free-Blogs. Dies hat auch eine ganze Weile mehr oder weniger gut funktioniert.

Doch dann kamen die Updates

Das Google, alles voran der Spam-Fighter Matt Cutts, keine Freunde von Spam sind, ist mittlerweile längst bekannt. So also wurde der Algorithmus verbessert und eine Reihe von Updates eingespielt. Diese können mehr oder weniger gut herausfinden, ob eine Webseite überoptimiert ist. Hat man jetzt monate- oder gar jahrelang schlechte Links aufgebaut (weil es ja so wunderbar klappte) bedeutet dies für die aktuellen Kriterien, dass eine Vielzahl an Links nicht mehr zählen oder gar schädlich sind. Die Folge ist ein Rankingverlust und ein teilweise massiver Sichtbarkeitsverlust. Daraus resultieren dementsprechend Umsatzeinbußen.

Nur auf SEO gesetzt?

Wer nun seine Marketing-Strategie allein auf den Kanal der Suchmaschinenoptimierung ausgelegt hat, dem drohen ernste Existenzsorgen. Denn Besucher-, und damit auch Umsatzeinbrüche von über 70% sind keine Seltenheit. Ich will jetzt auch gar nicht auf die Strategie des richtigen Marketing-Mixes eingehen. Vielmehr stellt man sich als SEO die Frage, versucht man nun das abgestrafte Projekt zu reanimieren oder fängt man neu und bei Null an?

Maßnahmen zur Reanimation

  1. Welche Punkte sind also abzuarbeiten, wenn man eine abgestrafte Webseite den Google Webmaster Richtlinien getreu wieder ins Rennen schicken möchte?
  2. Analyse und Ermittlung der Abstrafung: Zu Erst muss einmal der Grund für den Rankingverlust ermittelt werden. Handelt es sich schlicht und ergreifend um ein Update oder liegt wirklich eine Abstrafung vor?
  3. Welche schädlichen Links könnten nun schuld an der Misere ein?
  4. Wie kontaktiere ich die Webseiten, die in meinen Augen eine schlechte Verlinkung darstellen?
  5. Kann ich den Webmaster überhaupt kontaktieren oder muss ich das Disallow Tool nutzen?
  6. Wie reporte ich meine Unternehmungen?
  7. Sind alle meiner Meinung nach schädlichen Links entfernt, wird es Zeit für den Reinclusion Request.
  8. Was sagt Google nun dazu?
  9. Wenn ok, dann ok. Wenn nicht, geht es bei Punkt Eins wieder von vorne los…

Es ist also eine wirklich aufwendige Arbeit, eine abgestrafte Webseite wieder zu neutralisieren. Also stellt sich berechtigt die Frage, warum nicht gleich neu anfangen? Also haben wir mal zusammengefasst, welche Kriterien es zu besprechen gibt.

Punkte, die es zu beantworten gilt

  1. Ist es eine manuelle Abstrafung oder ein Update?
  2. Wie viele Ressourcen wurden bereits in das Projekt investiert?
  3. Wie hoch ist der Umsatzverlust?
  4. Wie viele Links müsste ich (nach aktuellem Stand) anschreiben und ändern?
  5. Wie hoch ist das Potenzial der Webseite, wenn diese wieder normal rankt?
  6. Woher generiert die Webseite weiterhin noch Traffic?
  7. Wie groß ist der Brand-Faktor der Seite?
  8. Wie groß ist der Aufwand, den Status Quo mit einer neuen Webseite zu erreichen?
  9. Ist der Inhaber bereit, neu zu beginnen?
  10. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der reinclusion request von Erfolg gekrönt ist?

Dies sind alles Punkte, die man mit dem Kunden besprechen muss, bevor man eine Entscheidung fällt, die definitiv zukunftsträchtig ist.

Gibt es noch weitere Punkte, über die man sich Gedanken machen sollte, bevor man seine Entscheidung fällt, ob man nun ein abgestraftes Projekt reanimiert oder ein neues aufzieht?

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